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Brief (Transkript)

Kamerad an Wolfgang Panzer am 30.09.1917 (3.2012.2822)

 

30. Sept. 17.



S. H.
Herrn Leutnant Panzer!

Da es mir nicht möglich ist persönlich meine Bitte Ihnen vorzutragen, so gestatte ich mir, es auf diesem Wege zu tun. Wie sie wissen warte ich schon lange auf meine Beförderung, wodurch ich seit November 1916 nicht mehr auf Urlaub war. Nun aber muß ich aus verschiedenen Gründen so bald als möglich fahren. Schon vor einiger Zeit nämlich schrieb mir der Arzt, daß meine Mutter das Augenlicht verlieren würde, und gestern nun erhielt ich die Nachricht, daß keine Rettung mehr möglich sei und in längstens zwei Monaten meine Mutter erblindet sei. Falls nun meine Sache betr. meiner Beförderung schon von der Division weitergegeben sind, würde ich mich entschließen noch etwas zu warten; wenn die Sachen allerdings noch hier sein sollten, würde ich gleich fahren. Und das ist nun meine Bitte, mir darüber, wenn möglich, etwas Näheres mitzuteilen. Daß unter den vorliegenden Verhältnissen die dauernde Ungewißheit noch schwerer zu ertragen ist als sonst, ist wohl leicht denkbar, und ich wäre Ihnen für jede Auskunft und jeden Rat außerordentlich zu Dank verpflichtet.
In der Hoffnung, bald von der Ungewißheit durch Ihr freundl. Entgegenkommen und Ihre freundl. Bemühungen befreit zu werden, sage ich Ihnen dafür schon herzlichen Dank.
HeinzBeckers.
O.Feldw. 2/Lsb.

 

 



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